Der Kapitalismus ist nicht das Problem,
sondern die Lösung

„Der Markt hat versagt, wir brauchen mehr Staat“ – das behaupten insbesondere seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren Politik, Medien und Intellektuelle. Zitelmann vertritt die Gegenthese: In Ländern, wo der Staat an Einfluss verliert und die Menschen dem Markt mehr vertrauen, steigt der Wohlstand und geht die Armut zurück. Zitelmann vergleicht nicht den real existierenden Kapitalismus mit einer „erdachten“ Utopie einer besseren Gesellschaft. Sondern er untersucht, welche Folgen es in der Geschichte hatte, wenn Gesellschaften mehr Vertrauen in den Markt oder mehr in den Staat gesetzt haben.

Dr. Dr. Rainer ZITELMANN
ist Historiker und Soziologe. Er war Wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin und Ressortleiter bei der Tageszeitung „Die Welt“, bevor er sich als Unternehmer selbstständig machte. Er hat 21 Bücher geschrieben und herausgegeben, viele davon sind weltweit erfolgreich, vor allem in Asien.

Podiumsdiskussion:
Wohin hat uns die Political Correctness geführt?  

In Deutschland zieht sich ein Graben durch die Gesellschaft: Auf der einen Seite diejenigen, die Vertrauen in die etablierten Medien haben und deren Wert für die offene Gesellschaft stets beteuern, auf der anderen solche, die ihre Lebensrealität nicht in der Berichterstattung wiederfinden. “Systemmedien” und “Political Correctness” sind Worte, die oft in einem Atemzug genannt werden, wenn um den Zustand der Medienlandschaft geht. Wie hat sich unsere Gesellschaft in die aktuelle Lage hineinmanövriert? Welchen Beitrag hat politisch korrekte Sprache daran? Und vor allem: Wie wird es weitergehen?

 

Dr. Daniel Ullrich
ist Forscher am Lehrstuhl für Medieninformatik der LMU München. Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist die Interaktion mit neuen Technologien und Medien und deren gesellschaftliche Relevanz. Mit Sarah Diefenbach verfasste er das Buch "Es war doch gut gemeint. Wie Political Correctness unsere freiheitliche Gesellschaft zerstört."

Dr. Christian P. Hoffmann
ist Professor für Kommunikations-management am Institut für Kommunikations- und Medien- wissenschaft der Universität Leipzig. Darüber hinaus verantwortet die Professur am Institut für Politikwissenschaft die Lehre im Bereich der politischen Kommunikation.

Alexander Wendt
geb. 1966 in Leipzig, ist seit 1995 Politik- und Wirtschafts-redakteur bei Focus. Im November 2017 gründete Wendt das Online-Medium Publico
als Web-Magazin für "Politik, Gesellschaft und Übergänge“ (www.publicomag.com). Publico erreicht wöchentlich bis zu 100 000 Leser. Er lebt und arbeitet in Berlin und München.

Podiumsdiskussion:
Ohne Freiheit weder Innovation noch Wohlstand?

In Deutschland werden jährlich über 20.000 Unternehmen mehr liquidiert als neu gegründet. Die Zahl der Neugründungen ist nur noch halb so groß wie vor 20 Jahren. Und obwohl das Bild des jungen, hippen Start-up-Gründers attraktiv ist, wollen gleichzeitig die Hälfte der Hochschulabsolventen bei öffentlichen und kulturellen Einrichtungen Anstellung finden. Dass die Marktwirtschaft ein Instrument zur Problemlösung und Generator von Wohlstand ist, scheint bei vielen völlig in Vergessenheit geraten zu sein. Woher kommen die Innovationen von morgen wenn keiner Unternehmer sein will?

 

Hermann Leithold
stieg nach dem Studium der Agrar- und Nutzpflanzen-wissenschaften in das Unternehmen seiner Familie ein. Die Agricon GmbH gehört seit 20 Jahren zu den Pionieren in der Digitalen Landwirtschaft und ist unabhängiger Marktführer. Als Vorstandsmitglied beim Verband DIE JUNGEN UNTERNEHMER setzt er sich dafür ein, dass die Digitalisierung in Deutschland schneller umgesetzt wird.

Dr. Ralf-Uwe Bauer
geb. 1956, stammt aus Rudolstadt, Thüringen. Seit 2002 ist er Geschäfts-führender Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoffforschung (TITK) und hat sich seit 2005 als aktiver Gründer hervorgetan. Er ist Vorsitzender des Verbandes Innovativer Unternehmen e.V., der für die Interessen von forschenden KMUs eintritt.

Dr. Erich Weede
geb. 1942, ist studierter Psychologe und Politikwissen-schaftler und lehrte bis zur Emeritierung 2004 Soziologie an der Universität Bonn. In seinen mehr als 250 Publikationen beschäftigt er sich mit Ursachen und Präventionen von Kriegen, der Entwicklung des Kapitalismus und wirtschaftlicher Freiheit. Er ist Mitglied der Mont Pèlerin Gesellschaft, Gründungsmitglied der Hayek-Gesellschaft und Träger der Hayek-Medaille.