Moderatoren

JENNY JOY 

SCHUMANN 

FELIX

HOSSE 

Ablauf

10:00 Uhr 

10:15 Uhr 

11:00 Uhr

12:15 Uhr 

13:30 Uhr 

15:30 Uhr

16:00 Uhr

17:00 Uhr

17:25 Uhr

17:30 Uhr

18:30 Uhr

19:30 Uhr

20:15 Uhr

21:30 Uhr 

Eröffnung

Vortrag 

Podiumsdiskussion

Eröffnung der Liberty Fair

Nachmittagsprogramm I

Kaffeepause 

Nachmittagsprogramm II

Vortrag & Preisverleihung

Gruppenfoto

Podiumsdiskussion

Abendessen 

Vortrag

Vortrag 

Social

Download

Hier findet sich eine kurze Übersicht unseres Programms.

10:00 Uhr

Eröffnung der Konferenz 

Michaela M. Meißner, Events & Campaign Manager

10:15 Uhr | Vortrag

Die Freiheit bei Schiller – unser Erbe?

Im 19. Jahrhundert gilt Goethe als der zwar hochgeehrte, aber etwas verstaubte Dichter des Hofes, während Schiller als stürmischer Poet der Freiheit verstanden wird. Im Doppeldenkmal von Rietschel vor dem Nationaltheater in Weimar ist Schiller mit offenem Hemdkragen und Bürgerrock dargestellt, während Goethe eine formelle Hofuniform trägt. Als Leonard Bernstein nach dem Mauerfall in einem legendären Konzert mit Musikern aus West- und Ost-Berliner Orchestern Beethovens Neunte aufführen ließ, ersetzte er Schillers Worte „Freude schöner Götterfunken“ durch „Freiheit, schöner Götterfunken“. Wieviel ist da dran, und wieweit ist Schillers Freiheitsbegriff auch im 21. Jahrhundert noch tragfähig? Der Vortrag wird diesen Fragen nachgehen.

DR. MICHAEL DREYER

ist Politikwissenschaftler und unterrichtet (nach früheren Stationen in Kiel, Cambridge MA, Mainz und Evanston IL) Politische Theorie und Ideengeschichte an der FSU Jena. Seine Forschungsschwerpunkte sind deutsche Ideengeschichte, Weimarer Republik und Innenpolitik der USA. 

11:00 Uhr

Grußwort des Oberbürgermeisters

Dr. Thomas Nitzsche

11:05 Uhr | Podiumsdiskussion

Ohne Freiheit weder Innovation noch Wohlstand?

In Deutschland werden jährlich über 20.000 Unternehmen mehr liquidiert als neu gegründet. Die Zahl der Neugründungen ist nur noch halb so groß wie vor 20 Jahren. Und obwohl das Bild des jungen, hippen Start-up-Gründers attraktiv ist, wollen gleichzeitig die Hälfte der Hochschulabsolventen bei öffentlichen und kulturellen Einrichtungen Anstellung finden. Dass die Marktwirtschaft ein Instrument zur Problemlösung und Generator von Wohlstand ist, scheint bei vielen völlig in Vergessenheit geraten zu sein. Woher kommen die Innovationen von morgen, wenn keiner Unternehmer sein will?

DR. ERICH WEEDE

geb. 1942, ist studierter Psychologe und Politikwissen-schaftler und lehrte bis zur Emeritierung 2004 Soziologie an der Universität Bonn. In seinen mehr als 250 Publikationen beschäftigt er sich mit Ursachen und Prävention von Kriegen, der Entwicklung des Kapitalismus und wirtschaftlicher Freiheit. Er ist Mitglied der Mont-Pèlerin-Gesellschaft, Gründungsmitglied der Hayek-Gesellschaft und Träger der Hayek-Medaille. 

HERMANN LEITHOLD

stieg nach dem Studium der Agrar- und Nutzpflanzenwissenschaften in das Unternehmen seiner Familie ein. Die Agricon GmbH gehört seit 20 Jahren zu den Pionieren in der Digitalen Landwirtschaft und ist unabhängiger Marktführer. Als Vorstandsmitglied beim Verband DIE JUNGEN UNTERNEHMER setzt er sich dafür ein, dass die Digitalisierung in Deutschland schneller umgesetzt wird. 

DR. RALF-UWE BAUER

geb. 1956, stammt aus Rudolstadt, Thüringen. Seit 2002 ist er Geschäftsführender Direktor des Thüringischen Instituts für Textil- und Kunststoffforschung (TITK) und hat sich seit 2005 als aktiver Gründer hervorgetan. Er ist Vorsitzender des Verbandes Innovativer Unternehmen e.V., der für die Interessen von forschenden KMUs eintritt.

Der Nachmittag

Nach der Podiumsdiskussion unterbrechen wir unser Hauptprogramm bis 17 Uhr. Neben einem reichen Programm an Workshops, Kurzvorträgen und Diskussionsrunden, habt ihr die Gelegenheit uns und unsere Arbeit näher kennenzulernen und die Liberty Fair zu besuchen, auf der sich unsere Partner und Sponsoren präsentieren.

Wer zum Mittag einkehren möchte findet wenige Gehminuten vom Veranstaltungsort entfernt vielerlei Möglichkeiten dazu. 

  • Junge Wissenschaft
  • Patente libertarisch?
  • Ausstieg auf  eine Yacht
  • Redefreiheit (eng)
  • Drogen im 21. Jh.
  • Öffentlicher Rundfunk
  • Unternehmer Ethos
  • Crypto-Währungen
Junge Wissenschaft

13:30 bis 15:40 Uhr | Vorträge und Diskussionen 

Als größte Veranstaltung für freiheitlich orientierte Studenten und junge Akademiker im deutschsprachigen Raum möchten wir gerade auch letzteren die Möglichkeit geben Ihre Arbeit vor einem interessierten Publikum vorzustellen. 

In diesem Jahr präsentieren vier Promovenden ihre Forschungsergebnisse.

Moderation: Johannes G. F. Bruhn

13:45 Uhr | Verbot inzestuöser Handlungen zwischen Geschwistern in Deutschland und Liechtenstein

Gewiss ist die gesellschaftliche Ächtung von Inzest nach wie vor wirkmächtig. Ein Großteil der Strafrechtswissenschaftler hält die Kriminalisierung inzestuösen Verhaltens jedoch für fehlgeleiteten Moralismus. Der Vortrag wirft auf der Suche nach einer zufriedenstellenden Lösung des Problems einen Blick nach Liechtenstein und stellt die Frage, ob das Fürstentum als Vorbild für die BRD dienen kann.

MALTE MAY

ist in Berlin bei der US-Kanzlei White & Case im Bereich des Wirtschaftsstrafrechts tätig und promoviert daneben zum Sexualstrafrecht. Zusätzlich engagiert er sich bei Transparency International für einen besseren Schutz von Whistleblowern.

14:15 Uhr | Populismus und politische Rhetorik in Zeiten der Asyldebatte(n)

Die „Flüchtlingskrise“ hält Deutschland und Europa seit 2015 in Atem. Der Umgang mit dem immensen Zustrom von Asylsuchenden dominiert die politische Debatte und kann Wahlausgänge entscheidend beeinflussen. Schon in den 1980er und 1990er Jahren durchlief Deutschland eine ähnliche Phase, die mit der Verengung des Asylrechts im Jahr 1993 nach aufgeheizten Auseinandersetzungen in Parlamenten, Medien und anderen Diskursräumen ihren Höhepunkt fand.

CONSTANTIN CHRISTOPH ECKNER

ist Doktorand im Fach Modern History an der University of St. Andrews. Sein Promotionsprojekt zur Asyldebatte in Deutschland wird von der Friedrich-Naumann-Stiftung gefördert. Seine Forschungsinteressen umfassen die Themen politische Rhetorik, Populismus und Migrationspolitik.

14:45 Uhr | Gedankenbild des perfekten Marktes

In der Ökonomie ist das handelnde Subjekt in den letzten Jahren sträflich vernachlässigt worden. Das Gedankenbild des perfekten Marktes ist allerdings analytisch widerlegbar, wenn man von Handlungen als Ökonomiegrundlage ausgeht. Zu dem handlungstheoretischen Verständnis muss also analytische Philosophie treten, um zu zeigen, dass nicht nur aus weltanschaulichen Gründen der perfekte Markt keine Lösung sein kann, sondern, dass das Gedankenbild schlichtweg falsch und schädlich für die Wirtschaft ist.

HANNA WIEGNER

ist 28 Jahre, verheiratet, eine Tochter, MA Philosophie an der Universität Hamburg. Sie beginnt ihre Promotion im Oktober 2018. In der Masterarbeit hat sie sich der Handlungstheorie und der Ökonomie als deren Anwendungsgebiet gewidmet.

15:15 Uhr | Die Berliner Abendpost

“Wir wollen den Zwangsstaat und die Zwangsgesellschaft nicht”, schrieb die Abendpost im Jahr 1850. Die Berliner Zeitung verteidigte als erstes deutsches Blatt stirnerianische und anarchoindividualistische Ideen. Herausgegeben wurde die Abendpost von dem Journalisten und Politiker Julius Faucher, der alle Steuern kategorisch ablehnte und ein Schüler des Philosophen des Egoismus, Max Stirner, war. Der Vortrag stellt die Journalisten der Abendpost vor, ihre Geschichte und ihre philosophischen und wirtschaftspolitischen Ansichten.

ELIAS HUBER

promoviert an der Universität Rey Juan Carlos in Madrid zur Geschichte der deutschen Freihandelsbewegung zwischen 1840 und 1880. Unter Jesús Huerta de Soto absolvierte er 2015 den Master in Austrian Economics.

Patente libertarisch?

13:30 Uhr | Patente. Wie funktionieren sie und wie sind sie libertarisch zu rechtfertigen?

Wie wirkt ein Patent? Wie reicht man es ein und was muss man dabei beachten? Dr. Rudolf King gibt einen Einblick in die komplexe Welt der Patente und informiert zum Thema Monopolbildung durch Technologie beziehungsweise Können. Gleichzeitig geht es um die grundsätzliche Frage, unter welchen Bedingungen Monopole zulässig sind und wo sie an ihre Grenzen stoßen. 

DR. RUDOLF KING

wurde am 8. Oktober 1968 in München geboren. Der Alleinunternehmer ist Investor sowie Erfinder und Gründer von SwiftAlarm!, ein Notrufsystem. In seiner Freizeit sammelt der Libertarier und promovierte Jurist Kunst und englische Oldtimer

Ausstieg auf  eine Yacht

13:30 Uhr | Ausstieg auf eine Hochseeyacht

Nach einer schnellen Karriere suchte Sheila Rietscher die Freiheit und die Weite des offenen Ozeans. Sie bewarb sich als Crewmitglied auf einem Schiff, das an einer Segelrallye um den Globus teilnahm. In ihrem Vortrag berichtet die Wassersportlerin von ihrem Ausstieg, vom Zusammenleben an Bord und von Kulturen an den abgelegensten Orten der Welt. Die Weltumseglerin und Buchautorin erzählt mit zahlreichen Bildern vom Abenteuer ihres Lebens.

SHEILA RIETSCHER

(Diplom-Kulturwissenschaftlerin Medien) startete ihre Profession bei der KAHLA/Thüringen Porzellan GmbH, war als Interimsmanagerin in Shanghai, als Marketingleiterin und Gastdozentin tätig, bevor sie 2014 zur Weltumsegelung aufbrach.

Redefreiheit (eng)

14:30 Uhr | Freedom of Speech

The talk focuses on what the libertarian view of free speech should be and contrasts the American approach with the European one. Through various “borderline” examples, it explores the limits of free speech in areas as diverse as political speech, hate speech, parody, campaign finance, dancing, threats, speech by corporations, or protection of minorities. It is a lecture that challenges listeners’ views on free speech and is meant to incite thoughtful discussion.

MARTIN PANEK

Martin Pánek is the Director at Liberální institut in Prague, Czech Republic. Previously, he was the editor-in-chief of a libertarian magazine and worked as a social media manager for a Czech libertarian party. His main interests are civil liberties, tax competition, federalism, and the EU. 

Drogen im 21. Jh.

14:30 Uhr | Lesung & Diskussion: „Kristall. Eine Reise durch die Drogenwelt des 21. Jahrhunderts“

Der Autor begibt sich auf eine Recherchereise durch die Welt der neuen Drogen. Dass heißt – eigentlich sind nicht die Drogen neu, sondern die Art, wie sie konsumiert werden: nicht mehr, um einen hedonistischen Exzess zu erreichen, sondern, um die Effizienz zu steigern. Um konzentrierter zu arbeiten. In Gesprächen mit Dealern, Drogenkonsumenten und –experten, mit Polizisten und Drogenliberalisierern zeichnet „Kristall“ ein Panorama der  Drogenwelt von heute und morgen.Das Buch schlägt den Bogen bis zum Biohacking – der Einflussnahme auf den Körper nicht nur mit Chemie, sondern auch mit IT-Einbauten und Gen-Design.

ALEXANDER WENDT

geboren 1966 in Leipzig, ist seit 1995 Politik- und Wirtschaftsredakteur bei Focus. Im November 2017 gründete Wendt das Online-Medium Publico (www.publicomag.com) als Web-Magazin für „Politik, Gesellschaft und Übergänge“. Publico erreicht wöchentlich bis zu 100 000 Leser. Er lebt und arbeitet in Berlin und München.

Öffentlicher Rundfunk

14:30 bis 17:00 Uhr | Vortrag und Workshop 

NO BILLAG – Der Staat als Garant für Medienfreiheit, Medienvielfalt und Qualitätsjournalismus? 

Kessler zeigt in seinem Referat, dass diese weit verbreitete Vorstellung ein Mythos ist. Vielmehr stellt ein ausgedehnter Staat, der sich in den Mediensektor einmischt, die grösste Bedrohung für Freiheit, Demokratie und Wohlstand dar. Es gibt daher gewichtige Gründe, Medien und Staat strikt voneinander zu trennen. Kessler erläutert nicht nur die entsprechenden Argumente, sondern gewährt auch vertiefte Einblicke in die Abstimmungskampagne der „No-Billag“-Initiative.

OLIVIER KESSLER

ist Ökonom und Publizist sowie Vizedirektor am Liberalen Institut in Zürich. Er leitete den Abstimmungskampf zur liberalen „No-Billag“-Volksinitiative. Kessler hat an der Universität St. Gallen International Affairs & Governance sowie Wirtschaftsjournalismus studiert.

Unternehmer Ethos

16:00 Uhr | Eine Lektion Unternehmerphilosophie

Aus der Funktion des Unternehmers in einer arbeitsteiligen Marktwirtschaft ergibt sich sein Ethos, seine spezifische Aufgabe und damit auch ethische Pflicht: sein Ethos ist, professionell unter Wettbewerbsbedingungen Knappheiten zu überwinden, Bedürfnisse seiner Mitmenschen (der nachfragendenden Konsumenten) zu befriedigen, damit Leiden zu vermindern, Freude zu steigern, so die allgemeinen Lebensbedingungen zu verbessern. Durch den erfolgreichen Dienst an seinen Mitmenschen als Konsumenten sichert er seine eigene Existenz: „Egoismus im Dienste des Allgemeinwohls“. Nicht die vorhandenen Güter „gerecht“ zu teilen ist seine erste Aufgabe, sondern sie zu vermehren, so dass alle mehr, wenn auch nicht gleich viel haben. „Gewinn“ ist ein Zeichen für richtige Kundenbedienung. Dauerhafter Verlust führt zum Untergang. Es ist darum seine moralische Pflicht, Gewinne zu machen, weil sonst sein unternehmerisches Schiff mitsamt Besatzung Schiffbruch erleiden muss.

DR. GERD HABERMANN

Wirtschaftsphilosoph und Publizist, Berlin/Werder. Von 1983 an arbeitete er für die Arbeitsgemeinschaft Selbständi­ger Unternehmer (ASU) e. V. (heute „Die Familienunternehmer“). An der Universi­tät Potsdam ist er seit 2003 Honorar-professor. Er ist ferner Initiator und Geschäftsführer der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft e.V., dazu auch Vorstandsvorsitzender der Friedrich A. von Hayek-Stiftung (seit 1998/2001), sowie Mitglied der Mont Pelèrin Society. Unter seinen 450 Ver­öffent­­lichungen befinden sich neben vielen Büchern und Brevieren auch zahlreiche Broschüren zur Kritik und Reform des deutschen Wohlfahrts-staates und zur Wirtschaftsethik. Er ist darüber hinaus als Autor in FAZ, NZZ und WELT tätig.

Crypto-Währungen

16:00 Uhr | Cryptowährungen

Der erste Bitcoin entstand vor fast zehn Jahren am 3. Januar 2009. Seitdem hat die Cryptowährung eine Marktkapitalisierung von über 100 Milliarden USD erreicht. Insbesondere haben sich in den letzten Jahren auch weitere Anwendungsgebiete der zugrundeliegenden Blockchain-Technologie in den Vordergrund gedrängt. Einige interessante Anwendungsbeispiele – insbesondere solche, die persönliche und wirtschaftliche Freiheit begünstigen – werden kurz vorgestellt.

MARVIN STEIGER

ist gelernter Bankkaufmann und studierte BWL und International Management. In seiner Tätigkeit als Consultant beschäftigt er sich unter anderem mit neuartigen Geschäftsmodellen in der Finanzdienstleistungsbranche.

17:00 Uhr | Vortrag, Preisverleihung & Gruppenfoto

Vision und Mission der Students For Liberty 

Rick Wendler, Chairman

Auszeichnung Alumnus des Jahres 

Jonas Zentner, Head of Alumni Relations

17:25 Uhr

Gruppenfoto

17:30 Uhr | Podiumsdiskussion

Wohin hat uns die Political Correctness geführt?

In Deutschland zieht sich ein Graben durch die Gesellschaft: Auf der einen Seite diejenigen, die Vertrauen in die etablierten Medien haben und deren Wert für die offene Gesellschaft stets beteuern, auf der anderen solche, die ihre Lebensrealität nicht in der Berichterstattung wiederfinden. „Systemmedien” und „Political Correctness” sind Worte, die oft in einem Atemzug genannt werden, wenn es um den Zustand der Medienlandschaft geht. Wie hat sich unsere Gesellschaft in die aktuelle Lage hineinmanövriert? Welchen Anteil hat politisch korrekte Sprache daran? Und vor allem: Wie wird es weitergehen?

DR. CHRISTIAN P. HOFFMANN

ist Professor für Kommunikationsmanagement am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig. Darüber hinaus verantwortet die Professur am Institut für Politikwissenschaft die Lehre im Bereich der politischen Kommunikation. 

DR. DANIEL ULLRICH

ist Forscher am Lehrstuhl für Medieninformatik der LMU München. Ein Schwerpunkt seiner Forschung ist die Interaktion mit neuen Technologien und Medien und deren gesellschaftliche Relevanz. Mit Sarah Diefenbach verfasste er das Buch „Es war doch gut gemeint. Wie Political Correctness unsere freiheitliche Gesellschaft zerstört.“

ALEXANDER WENDT

geboren 1966 in Leipzig, ist seit 1995 Politik- und Wirtschaftsredakteur bei Focus. Im November 2017 gründete Wendt das Online-Medium Publico (www.publicomag.com) als Web-Magazin für „Politik, Gesellschaft und Übergänge“. Publico erreicht wöchentlich bis zu 100 000 Leser. Er lebt und arbeitet in Berlin und München.

19:30 Uhr | Vortrag

Von einem der für die Freiheit kämpft(e)

Ein Impulsreferat des Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen. Roland Jahns Leben und sein privates wie professionelles Schaffen, sind quasi untrennbar mit der Deutschen Demokratischen Republik verbunden: 

Er beginnt 1975 ein Studium der Wirtschaftswissenschaften und wird Anfang 1977 exmatrikuliert, weil er zuvor gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann Stellung bezieht. Die Stasi nimmt am 1. September 1982 eine kleine polnische Fahne mit dem Schriftzug „Solidarnosc z polskim narodem“ (Solidarität mit dem polnischen Volk) an seinem Fahrrad zum Anlass, ihn zu verhaften. Nach fünf Monaten Untersuchungshaft wird Jahn zu 22 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, nach insgesamt sechs Monaten Haft aber frei gelassen, nachdem es internationalen Protesten gegen seine Inhaftierung – und die weiterer Jenaer Oppositioneller – gab. Er gründet mit Freunden die Friedensgemeinschaft Jena und wird am 8. Juni 1983 zwangsausgebürgert, lässt sich danach in West-Berlin nieder und bleibt in engem Kontakt zu DDR Oppositionsgruppen. 

 

DR. hc. ROLAND JAHN

wird 1953 in Jena geboren und hat bereits im Zeugnis der 8. Klasse einen Vermerk, dass er dazu neige „in Opposition zu treten“. Nach seiner Ausbürgerung aus der DDR lässt er sich in West-Berlin nieder und arbeitet als Journalist. Seit März 2011 leitet er die Stasi-Unterlagenbehörde. Seit Juni 2018 ist er Ehrendoktor der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

20:15 Uhr | Vortrag

Der Kapitalismus ist nicht das Problem, sondern die Lösung

„Der Markt hat versagt, wir brauchen mehr Staat“ – das behaupten insbesondere seit dem Ausbruch der Finanzkrise vor zehn Jahren Politik, Medien und Intellektuelle. Zitelmann vertritt die Gegenthese: In Ländern, wo der Staat an Einfluss verliert und die Menschen dem Markt mehr vertrauen, steigt der Wohlstand und geht die Armut zurück. Zitelmann vergleicht nicht den real existierenden Kapitalismus mit einer „erdachten“ Utopie einer besseren Gesellschaft. Sondern er untersucht, welche Folgen es in der Geschichte hatte, wenn Gesellschaften mehr Vertrauen in den Markt oder mehr in den Staat gesetzt haben.

DR. DR. RAINER ZITELMANN

ist Historiker und Soziologe. Er war Wissenschaftlicher Assistent an der Freien Universität Berlin und Ressortleiter bei der Tageszeitung „Die Welt“, bevor er sich als Unternehmer selbstständig machte. Er hat 21 Bücher geschrieben und herausgegeben, viele davon sind weltweit erfolgreich, vor allem in Asien.

21:30 Uhr | Social

Gemeinsamer Ausklang im Zuhause

Weigelstraße 7, 07743 Jena

Partner & Sponsoren